Beispielrechnung: Was kostet eine Wasserentkalkungsanlage wirklich?

Beispielrechnung: Was kostet eine Wasserentkalkungsanlage wirklich?

Eine Enthärtungsanlage ist eine Investition – aber lohnt sie sich? Um das zu beurteilen, schauen wir uns die tatsächlichen Kosten und Einsparungen im Detail an. Als Grundlage dient eine vierköpfige Familie mit durchschnittlichem Wasserverbrauch und einer Wasserhärte von 20 °dH.

Die Funktionsweise kurz erklärt

Enthärtungsanlagen arbeiten nach dem Prinzip des Ionenaustausches: Kalkbildende Stoffe (Calcium- und Magnesiumionen) werden aus dem Wasser entfernt und gegen harmlose Natriumionen ausgetauscht. Mit der Zeit füllt sich das Tauscherharz und muss regeneriert werden – dabei wird der Kalk in den Abfluss gespült und das Harz mit Regeneriersalz wieder aufbereitet. Das Salz ist der größte laufende Kostenfaktor.

Unsere Beispielrechnung

Rahmenbedingungen:

Einmalige Kosten

Position Betrag
Anlage + Anschluss-Set ab 1.100 €
Installation (optional, bei Fachmann) 150–300 €
Gesamt (einmalig) ca. 1.250–1.400 €

Laufende Kosten pro Jahr

Position Betrag/Jahr
Regeneriersalz (ca. 130 kg/Jahr) ca. 40 €
Abwasser (Regenerationswasser) ca. 4,50 €
Strom (ca. 44 kWh/Jahr) ca. 13 €
Gesamt laufende Kosten ca. 57,50 €/Jahr

Was sparst du ein?

Einsparungen pro Jahr

Position Einsparung/Jahr
Waschmittel (Dosierung bei hartem Wasser höher) ca. 90 €
Kalkschutzmittel (entfällt komplett) ca. 65 €
Kalkreiniger (entfällt komplett) ca. 65 €
Gesamt Einsparungen ca. 220 €/Jahr

So haben wir die Zahlen berechnet

Salzverbrauch

Bei 20 °dH und 480 Litern Wasserverbrauch täglich regeneriert die Filtrasoft Basic ca. 9 Mal pro Monat. Pro Regeneration werden ca. 1,2 kg Salz benötigt – das ergibt rund 130 kg Salz pro Jahr. Ein 25-kg-Sack Enthärtersalz kostet im Handel 7–8 €, also rund 40 € jährlich für die gesamte Salzversorgung.

Abwasser und Strom

Pro Jahr fallen ca. 7.500 Liter Regenerationswasser an – das entspricht ca. 4,50 € Abwasserkosten. Der Stromverbrauch liegt bei ca. 44 kWh/Jahr, was bei 30 Cent/kWh rund 13 € kostet.

Waschmittel und Kalkprodukte

Bei hartem Wasser muss deutlich mehr Waschmittel dosiert werden als bei weichem. Die Einsparung durch weicheres Wasser liegt je nach Haushaltsgröße bei ca. 90 € jährlich. Kalkschutzprodukte und Kalkreiniger (Espresso-Entkalker, Badezimmer-Entkalkungsmittel etc.) werden bei weichem Wasser nicht mehr benötigt – Einsparung: ca. 130 € pro Jahr.

Das Ergebnis: Wann amortisiert sich die Anlage?

Die jährliche Nettoeinsparung beträgt: 220 € − 57,50 € = 162,50 € pro Jahr

Bei Anschaffungskosten von 1.300 € (inkl. Installation) ist die Anlage nach ca. 8 Jahren amortisiert. Danach sparst du dauerhaft über 160 € im Jahr – und schützt gleichzeitig alle Rohrleitungen und Geräte vor Kalkschäden.

Nicht eingerechnet sind dabei die verlängerte Lebensdauer deiner Geräte und mögliche Einsparungen bei Heizkosten durch effizientere Heizkörper und Boiler.

Welche Anlage passt zu dir?

Die Filtrasoft Basic eignet sich ideal für Haushalte bis 4 Personen mit mittlerem Wasserverbrauch. Für größere Haushalte oder bei dauerhaft hohem Bedarf gibt es die Filtrasoft Duplex, die auch bei gleichzeitiger Regeneration immer weiches Wasser liefert.

Alle Anlagen, aktuelle Preise und eine persönliche Beratung findest du bei Alfiltra – Enthärtungsanlagen für Einfamilienhäuser.

Weiterführende Quellen

7 Antworten auf „Beispielrechnung: Was kostet eine Wasserentkalkungsanlage wirklich?“

  1. Die Rechnung bzgl. dem Wasser hinkt leider etwas. Im Süden Deutschlands zahlt man nicht nur das Abwasser, sonder auch noch das Frischwasser. D.h. ein m³-Wasser kostet gesamt ca. 4-5€. Das bedeutet das in Ihrer Rechnung ca. 20€ fehlen. Sonst passt der Vergleich ganz gut.

    Gruß
    S.Holst

  2. Um welche Salzanlage handelt es sich in ihrer Beispielrechnung. Können Sie mir vielleicht das Fabrikat nennen. Bei uns haben wir bisher nur Angebote zwischen 1600 und 2000 € bekommen. und wir haben nur einen 2 Personenhaushalt.
    Vielen Dank im voraus und liebe Grüße

  3. Guten Tag.
    die Preise in der Beispielrechnung sind nicht mehr ganz aktuell. Sie können sich aktuelle Preise im Alfiltra Shop ansehen: http://www.alfiltra.de/enthaertungsanlagen.html
    Es handelt sich in der Beispielrechnung um eine FILTRASOFT Basic-40
    Für ein zwei Personenhaushalt wäre eine Basic-20 empfehlenswert. Bei Ihnen würde die komplette Rechnung etwas hinken, da Sie nur zu zweit sind. Sie sollten einen deutlich geringeren Salzverbrauch haben.
    Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung unter: 07251-30 73 44

  4. Bitte geben Sie die Erhöhung des Natriumgehalts in dem enthärteten Wasser in Abhängigkeit der Wasserhärte an.

  5. Ihre Rechnung hingt gewaltig! In Schäftlarn müssen wir für einen m³ Frischwasser 8,25 Euro bezahlen, also für Spülwasser ca. 62,00 Euro. Auch der Preis für eine Entkalkungsanlage für 180 m³ Wasser im Jahr kostet laut Auskunft auf der HandwerkerMesse München 2300 Euro. Werden hier zahlen zur Täuschung geschönt?

  6. Hallo Peter,
    der Natriumgehalt erhöht sich pro Härtegrad um 8 mg/l. Das bedeutet dass man bis zu einer Enthärtung um 20° dH noch locker unter dem Grenzwert der Trinkwasserverordnung bleibt.

    Hallo Herr Dietrich Gruschka,
    unsere Rechnung ist auf keinen Fall geschönt! Zum Thema Trinkwasserpreis kann ich Ihnen folgenden Link empfehlen: hier
    Der Trinkwasserpreis von über 8€ ist ausergewöhnlich teuer.
    Zum Thema Wasserentkalkungsanlage sollten Sie sich folgenden Shop anschauen: hier. Eine Entkalkungsanlage fix fertig eingebaut zum Preis von 1479€.
    Da muss man leider dazu sagen, dass die Preise bei den Handwerkern sehr teuer sind und sich ein preisvergleich lohnt.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Ihr Entkalkung-Wasser.de Team.

  7. Hallo Experten

    interesanterweiße hat noch niemand die Kosten für die Beseitigung des Urinsteins im Abwassersystem mit berechnent. Den Spart die Wasserenthärtung nähmlich auch, und die ist nicht ganz ohne… besonders wenn mann mit einberechnent das die Reinigung nicht unbegränzt wiederholt werden kann, weil sie die Rohre doch stresst 🙂 hab’s selbst bereits druchführen müßen (Hauptberuflich).

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