Wasserentkalkung im Haus: So funktioniert es
Du möchtest dein Haus dauerhaft vor Kalkschäden schützen? Die Lösung liegt direkt am Hausanschluss: eine Enthärtungsanlage, die das gesamte Leitungswasser vor der Verteilung im Haus aufbereitet. So profitieren alle Verbraucher im Haus gleichzeitig – vom Badezimmer bis zur Küche.
Wie funktioniert eine Enthärtungsanlage im Haus?
Enthärtungsanlagen werden direkt hinter der Wasseruhr in das Leitungsnetz integriert. Die Montage erfolgt dabei meist über einen sogenannten Anschlussblock (3-Wege-Hahn), an den die Anlage über flexible Schläuche angeschlossen wird. Das aufbereitete, weiche Wasser wird dann über das gesamte Leitungsnetz des Hauses verteilt.
Das Herzstück ist das Ionenaustausch-Verfahren: Das Wasser durchfließt ein mit Ionentauscherharz gefülltes Behältnis. Die kalkbildenden Calcium- und Magnesiumionen werden dabei gegen harmlose Natriumionen ausgetauscht – das Ergebnis ist weiches Wasser ohne Kalkablagerungen.
Was brauche ich für den Einbau?
Für den Einbau einer Enthärtungsanlage benötigst du:
- Anschlussposition: Nach der Wasseruhr, vor der Verteilung im Haus – am besten im Keller oder Technikraum
- Steckdose in der Nähe: Für die Steuereinheit der Anlage
- Abflussanschluss: Für das Regenerationswasser
- Platz für Salzbehälter: Je nach Modell ca. 50 x 50 cm Grundfläche
Viele Heimwerker installieren kleinere Anlagen selbst – bei größeren Systemen oder wenn du dir unsicher bist, empfiehlt sich ein Fachinstallateur. Die Kosten dafür liegen meist bei 150–300 €.
Was kostet der Betrieb?
Die laufenden Kosten einer Enthärtungsanlage für ein Einfamilienhaus mit 4 Personen liegen bei:
- Regeneriersalz: ca. 40 € pro Jahr
- Strom: ca. 13 € pro Jahr
- Abwasser: ca. 4,50 € pro Jahr
Dem gegenüber stehen Einsparungen von rund 220 € pro Jahr durch weniger Waschmittel, keine Kalkschutzprodukte mehr und geringeren Energieverbrauch. Die Amortisationszeit liegt bei 7–10 Jahren.
Welche Anlage passt zu meinem Haus?
Die richtige Anlage hängt von drei Faktoren ab:
- Wasserhärte: Je härter das Wasser, desto häufiger regeneriert die Anlage
- Wasserverbrauch: Anzahl der Personen im Haushalt
- Platzverhältnisse: Technikkeller, Abstellraum oder direkter Kücheneinbau
Alfiltra bietet Anlagen für jeden Bedarf – von der kompakten Einsteigerlösung bis zur vollautomatischen Duplex-Anlage: Enthärtungsanlagen für Einfamilienhäuser
Wird auch das Trinkwasser enthärtet?
Ja – wenn die Anlage am Hausanschluss sitzt, wird das gesamte Wasser im Haus enthärtet, also auch das Trinkwasser. Enthärtetes Wasser ist nach aktuellen Empfehlungen der Trinkwasserverordnung unbedenklich trinkbar. Wer eine Restsicherheit haben möchte, kann einen separaten Kalt-Trinkwasserhahn vor der Anlage belassen, der unbehandeltes Wasser liefert.
